Von Gujarat nach Goa… und zurück nach Bali
Bevor wir Khambhat verließen, bestanden unsere Edelsteinfreunde darauf, einen nahegelegenen Hindu-Tempel zu besuchen – einen Ort voller riesiger Shiva-Lingam-Steine.
Im Inneren des Tempels steht ein monumentaler Lingam, das heilige Symbol von Lord Shiva. In der hinduistischen Tradition repräsentiert der Lingam die schöpferische Kraft des Universums — den endlosen Zyklus von Schöpfung, Zerstörung und Erneuerung. Die Einheimischen freuten sich sehr, uns willkommen zu heißen, waren sogar aufgeregt, wollten Selfies machen und bedankten sich für unseren Besuch.
Die Gläubigen führen ein Ritual namens Abhishek durch, bei dem Wasser, Milch oder Öl sanft über den Stein gegossen wird, während Gebete gesprochen werden. Mr. Chatterjee bei diesem alten Ritual aus nächster Nähe zuzusehen, ist überraschend bewegend. Der glatte Stein dunkelt langsam nach, während die Flüssigkeit darüber fließt und sich in den darunterliegenden Rinnen sammelt — eine einfache Handlung, die seit Jahrhunderten wiederholt wird.
Unser Freund, der Bergbauunternehmer oben rechts im Bild, und sein Bruder führten uns auf eine VIP-Tour. Der Tempel ist voller einheimischer Achate, vieler Edelstein-Dekorationen und riesiger Lingam-Steine. Für Menschen, die täglich mit Steinen und Mineralien arbeiten, fühlte sich das seltsam passend an. Unsere Reise nach Khambhat begann mit Edelsteinen und endete in einem Tempel, der einen der heiligsten Steine überhaupt feiert.
Nach unseren Abschieden verließen wir Gujarat — allerdings nicht, ohne von einer seiner kleinen Besonderheiten zu hören.
Der trockene Staat… mit einer neugierigen Ausnahme
Gujarat ist berühmt dafür, ein trockener Staat zu sein, in dem Alkohol verpönt und völlig verboten ist.
Doch unser Freund, der Minenbesitzer, erzählte uns von einer faszinierenden Ausnahme. Wenn er mit Familie und Freunden in den Urlaub fährt, gehen sie hierhin…
Unweit der Küste von Gujarat liegt Diu, eine kleine Insel, die einst eine portugiesische Kolonie war. Aufgrund ihrer einzigartigen Geschichte gehört Diu heute zum Unionsterritorium Dadra & Nagar Haveli und Daman & Diu, wo die Alkoholgesetze deutlich lockerer sind. Ja, das war mir völlig neu — zum ersten Mal von diesem Ort gehört… definitiv ein Kandidat für die Bucket List!
Während Gujarat also trocken bleibt, kann man mit einer kurzen Fahrt über die Diu Ghoghia Brücke legal ein Getränk auf einer tropischen Insel mit portugiesischen Festungen und Palmen genießen. Indien überrascht eben immer wieder.
Von trockenem Gujarat zu feuchtem Goa
Von dort fuhren wir zurück in die Stadt Vadodara, erwischten einen der vier Flüge an diesem Tag nach Süden nach Goa — ein weiteres ehemaliges portugiesisches Überseegebiet, aber weitaus bekannter.
Der Kontrast könnte nicht größer sein… aber:
In Gujarat: trockener Staat, alkoholfrei
In Goa: Partystaat, Duty-Free-Getränke überall
Beide Orte sind voller freundlicher und herzlicher Menschen.
Goa ist immer ein guter Ort, um eine Pause einzulegen, Freunde zu treffen und — ganz wichtig — nach einer geschäftigen Sourcing-Reise offene Bestellungen und Büroarbeit aufzuarbeiten.
Ein paar wohlverdiente People’s Lager haben diesen Prozess dabei angenehm begleitet.
Die große Flucht
Nach ein paar Tagen war es Zeit, sich zu trennen.
Toni flog von Goa → Kochi → Doha und dann weiter nach Europa.
Unglaublicherweise stellte sich der Flug nach Doha als der letzte Flug nach Europa an diesem Tag heraus. Ein wenig Glück war ihm also offenbar hold. Er ist nun sicher zurück in Málaga, Spanien und atmet erleichtert auf.
Währenddessen fuhren Bondhan und ich nach Norden. Mr. Chatterjee begleitete uns zum Flughafen – er flog zurück nach Kolkata. Wir weiter nach Delhi und dann nach Bali. Auf dieser Reise sind Bondhan (unser Mann in Indonesien) und Chatterjee (unser Mann in Indien) zu festen Freunden geworden.
So war es nun in der Abflughalle Zeit, Auf Wiedersehen zu sagen – bis zum nächsten Mal.
Ja… es wurden Tränen vergossen…
Goa → Delhi → Bali.
Und so komme ich zu dem Ort, an dem ich gerade schreibe.
Zurück in Bali
Bali hat uns mit starken Winden und heftigen Regenfällen begrüßt.
Gleichzeitig sind die Touristenzahlen derzeit niedrig, da mehrere Emirates-Flüge gestrichen wurden, was Hotels und Strände ruhiger als üblich macht.
Für uns, die hier arbeiten, ist das ein seltsamer Kontrast — dramatisches tropisches Wetter, aber auch ein seltener Moment der Ruhe, bevor die Insel wieder voller Menschen ist.
Für den Moment geht es zurück an die Arbeit mit unserem Bali-Team und den Kunsthandwerkern, um die nächste Produktwelle für Sie vorzubereiten.
Heute waren wir in Ubud… ein wahres Paradies für Kunsthandwerker.
Schließlich ist die Reise von den Edelsteinen in Gujarat → Tempeln → Goa → Bali nur ein kleiner Teil der Geschichte hinter den Produkten, die wir in Ihre Geschäfte bringen.
Und wie immer…
Weitere Abenteuer stehen bald bevor.
Passt auf euch auf… Hati Hati (wie man hier sagt).
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